Warum Neuseeland?

Wenn ich Bekannten von dem geplanten Jahr in Neuseeland erzähle, gibt es für gewöhnlich zwei Arten von Reaktionen: Ich wurde von vielen Personen gefragt, ob in meinem Koffer noch Platz für einen blinden Passagier sei. Leider musste ich sie mit einer Postkarte vertrösten und auch sonst habe ich schon zig Leuten Postkarten versprochen. (Ich sehe schon vor mir, wie ich nur am Schreiben bin und extrem viele NZD für Briefmarken ausgeben werde.) Aber, und nun kommen wir zur gegensätzlichen Reaktion, wurde ich auch oft gefragt…

„Wie kommst du denn auf Neuseeland?“

… Und deshalb möchte ich euch hier meine ach so bedeutsamen Beweggründe präsentieren:

Ich denke, es ist am einfachsten, von vorne anzufangen. Vor drei Jahren: Die erste Austauschmesse, die ich besuchte. Als ich hin ging, stand für mich fest, dass ich in die USA möchte. Als ich wiederkam konnte ich das nicht mehr behaupten. Dass mein Zielort Neuseeland ist, habe ich somit wohl den Standbetreuungen einiger Organisationen zu verdanken. Denn immer wenn ich mit jemandem redete, der sein Auslandsjahr in Neuseeland gemacht hatte, kam mir so eine Lebensfreude und Begeisterung entgegen, dass ich mich auch bei anderen Ständen bewusst nach dem Land der Kiwis umhörte. Und ich hörte nur Positives: von Aufgeschlossenheit, Toleranz, spannender Kultur. Ich bin sicher, dass diese Werte auch auf viele andere Länder zutreffen. Aber auf mein jüngeres Ich hat das Eindruck gemacht. Also habe ich mich auch nach der Messe mehr mit Neuseeland beschäftigt, auf neuen Messen nach Neuseeland gefragt. Habe die Natur, die Kultur und so viel mehr bewundert. Meine Schwärmerei für Neuseeland hat sich durch die “Recherche” nur verstärkt. Und für mich stand fest: DA will ich hin!!!

Ra pai! (Guten Tag!)

Wie auch immer du auf diese Seite gestoßen bist, du bist herzlichst eingeladen, mich bei der aufregendsten Zeit meines Lebens zu begleiten.

Aber erst einmal sollte ich mich wohl vorstellen:

Mein Name ist Saskia. Ich habe nun die Mittlere Reife abgeschlossen und werde, bevor ich weiter die Schulbank drücke, erst einmal ein Jahr am anderen Ende der Welt verbringen: Neuseeland. Den Traum, ein Auslandsjahr zu machen, verfolge ich schon seit 3 Jahren. Ich besuchte Messen, informierte mich ausführlich und ehe ich mich versah, waren die drei Jahre rum. Damals war es nur ein Gedanke, eine Möglichkeit. Ich weiß nicht, wann ich den Entschluss gefasst habe, das hier durchzuziehen. Aber an dem Punkt, wo ich die Formulare unterschrieben habe und die Frage kam „Möchtest du das wirklich tun?“, kam meine Antwort überraschend schnell. Denn ich wusste, würde ich es nicht tun, würde ich es ewig bereuen.

Ja, ich weiß, dass es nicht leicht wird. Und ich möchte auch, dass ihr das wisst: Ein Auslandsjahr besteht nicht nur aus neuen Erfahrungen, Spaß und tollen Erlebnissen. So wie es Hochs gibt, werden mich auch Tiefs erwarten. Heimweh, Kulturschock, … . Dieses Schuljahr wird eine Achterbahnfahrt. Und ich hoffe, dass auch die schweren Erfahrungen mir helfen werden, über mich hinaus zu wachsen.