End of the Holidays

Hallo 🙂 Nun sind die langen Ferien auch schon wieder fast vorbei. Jedoch waren meine letzten Wochen voll mit neuen Erfahrungen. Als ich aus Invercargill zurück kam, habe ich meine Zeit mit zwei Freundinnen in Queenstown verbracht. Wir haben die warmen Tage unter anderem genutzt, um am Queenstown Beach unsere Balance auf der Slackline zu trainieren. Erstaunlicherweise kann man hier echt schnell Fortschritte machen. An anderen Tagen waren wir dann z.B. in Arrowtown wandern, im Kino oder einfach nur zuhause, um das typisch neuseeländische Banana Bread zu backen. Es waren ein paar perfekte und warme Sommertage in Queenstown.

Am 16. Januar bin ich dann nach Nelson geflogen, um dort bei einer sogenannten “Adventure Skills Academy” von “Whenua Iti Outdoors” teilzunehmen. Wir waren Caving: Heißt so viel wie durch den Matsch in einer dunklen Höhle laufen, kriechen, klettern und dabei nicht nur viel über Höhlen zu lernen, sondern auch noch eine einmalige Erfahrung zu machen. Ich meine, wer weiß, wann ich das nächste Mal die Chance bekomme, mich durch Schächte einer unberührten Höhle zu zwängen, in der Hoffnung, wir versagen nicht total im Karten lesen und landen irgendwo in einem noch nicht erkundeten Teil einer Höhle irgendwo unter der Erde im Nirgendwo… Nein… ganz ehrlich: Es war unglaublich! Der 2. Teil meines Outdoor-Programmes bestand aus Kayaking im Abel Tasman National Park. Also: Falls einer von euch mal doch im Down Under vorbeischaut, sollte er diesen Part von Neuseeland auf keinen Fall versäumen! Wir kayakten ca. 12 km, um in einer Bucht, welche echt einem einsamen Inselfilm entspringen könnte, zu übernachten. Und wir waren in unglaublich klarem Wasser baden, in der Idylle selbst. Und dass ich dann plötzlich etwa 15 Meter von mir entfernt einen Orka im Wasser entdeckte, könnte man noch als kleinen, unbeschreiblichen Bonus sehen. Ganz ehrlich: Ich glaube diese Bucht war das traumhafteste Stückchen Strand, das ich bisher erkunden durfte. Unglaublich! Übrigens kann ich nach diesem Trip dann auch “Unter einem Wasserfall duschen” von meiner Bucket List abhaken. Am nächsten Tag ging es dann die 12 km zurück. Leider war das Wetter nun nicht mehr das Beste. Doch wir konnten trotz “leichtem” Dauerregen Tiere, wie unzählige Seerobben oder einen Rochen erspähen. Und der letzte Teil des Programms: Wandern. Wie immer haben sich die Anstrengung und Schmerzen gelohnt. (Ich gehe jetzt mal lieber nicht ins Detail, aber lasst euch sagen, dass ich die fetten Blasen, die ich sonst habe, vorziehen würde…) Zwei Übernachtungen: zuerst unter Flies nahe einem eiskalten (dieses Detail kann ich euch nach einem “kurzen” Badeausflug verraten) Fluss und dann die nächste Nacht in einem coolen Rock Shelter. Ich würde mal sagen die größte Challenge war der 2. Tag mit seinen 10 Stunden laufen (mit meinen wunden Füßen am Ende). Alles in allem habe ich hier nicht nur viel erlebt, sondern auch gelernt: Von der Entstehung der Höhlen bis zum richtigen Umgang mit Kompass und Karte (hört sich selbsterklärender an, als es ist).

Anschließend habe ich noch ein paar Tage bei Sophie und ihrer Gastfamilie in Nelson verbracht. (Sophie ist auch mit Ayusa Intrax nach Neuseeland gereist, falls ihr mal auf ihrem Blog vorbei schauen möchtet: http://kiwiscovery.blogspot.co.nz/ ) Wir waren natürlich in der Stadt Nelson selbst (das Camp war logischer weise nicht mitten in der Großstadt, womit ich nun endlich auch einen Eindruck von der Stadt bekommen konnte), im “Centre of New Zealand”, dem Saturday Market, Schwimmen am Tahunanui Beach (hier wurde ich von einer giftigen Qualle gestochen) und dann für eine Nacht Campen in der Umgebung. Hier kann ich übrigens einen weiteren Punkt meiner Bucket List abhaken: “Unter dem Sternenhimmel schlafen”. Warum das Zelt benutzen, wenn man einen warmen Schlafsack hat? Der Campground war am Strand, was für uns dann baden, baden, baden hieß. Und schnorcheln. Und wer hätte es gedacht: Wir haben noch 5 weitere Orkas gesichtet als wir im Wasser waren. Dabei sind die hier gar nicht so verbreitet… Sophie und ihre Gastfamilie haben mich herzlich willkommen geheißen und ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich über meine Zeit mit ihnen bin.

Und nun bin ich wieder zurück in meinem Lieblingsstädtchen hier in New Zealand: Queenstown. Als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin habe ich realisiert, wie sehr ich doch die nun so vertrauten Berge, die einen hier umgeben, vermisst habe…

Also noch ein paar Tage die Sonne in Queenstown genießen und dann fängt auch schon das neue neuseeländische Schuljahr an. Das wird aufregend: neue Internationals und neue Schule. Habe ich schon erwähnt, dass die Wakatipu High School über die Ferien umgezogen ist? Nichts wird mehr so sein, wie es das letzte halbe Jahr war. Ich freue mich auf all das Neue: Neue Erfahrungen, die ich mir nicht einmal im Traum ausmalen kann, neue Freunde, einen neuen Alltag. Und hoffentlich werden diese mich so glücklich machen, wie ich im letzten halben Jahr war. Ihr werdet dann von mir hören, wie es so ist.

Bis bald!

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