End of the Holidays

Hallo 🙂 Nun sind die langen Ferien auch schon wieder fast vorbei. Jedoch waren meine letzten Wochen voll mit neuen Erfahrungen. Als ich aus Invercargill zurück kam, habe ich meine Zeit mit zwei Freundinnen in Queenstown verbracht. Wir haben die warmen Tage unter anderem genutzt, um am Queenstown Beach unsere Balance auf der Slackline zu trainieren. Erstaunlicherweise kann man hier echt schnell Fortschritte machen. An anderen Tagen waren wir dann z.B. in Arrowtown wandern, im Kino oder einfach nur zuhause, um das typisch neuseeländische Banana Bread zu backen. Es waren ein paar perfekte und warme Sommertage in Queenstown.

Am 16. Januar bin ich dann nach Nelson geflogen, um dort bei einer sogenannten “Adventure Skills Academy” von “Whenua Iti Outdoors” teilzunehmen. Wir waren Caving: Heißt so viel wie durch den Matsch in einer dunklen Höhle laufen, kriechen, klettern und dabei nicht nur viel über Höhlen zu lernen, sondern auch noch eine einmalige Erfahrung zu machen. Ich meine, wer weiß, wann ich das nächste Mal die Chance bekomme, mich durch Schächte einer unberührten Höhle zu zwängen, in der Hoffnung, wir versagen nicht total im Karten lesen und landen irgendwo in einem noch nicht erkundeten Teil einer Höhle irgendwo unter der Erde im Nirgendwo… Nein… ganz ehrlich: Es war unglaublich! Der 2. Teil meines Outdoor-Programmes bestand aus Kayaking im Abel Tasman National Park. Also: Falls einer von euch mal doch im Down Under vorbeischaut, sollte er diesen Part von Neuseeland auf keinen Fall versäumen! Wir kayakten ca. 12 km, um in einer Bucht, welche echt einem einsamen Inselfilm entspringen könnte, zu übernachten. Und wir waren in unglaublich klarem Wasser baden, in der Idylle selbst. Und dass ich dann plötzlich etwa 15 Meter von mir entfernt einen Orka im Wasser entdeckte, könnte man noch als kleinen, unbeschreiblichen Bonus sehen. Ganz ehrlich: Ich glaube diese Bucht war das traumhafteste Stückchen Strand, das ich bisher erkunden durfte. Unglaublich! Übrigens kann ich nach diesem Trip dann auch “Unter einem Wasserfall duschen” von meiner Bucket List abhaken. Am nächsten Tag ging es dann die 12 km zurück. Leider war das Wetter nun nicht mehr das Beste. Doch wir konnten trotz “leichtem” Dauerregen Tiere, wie unzählige Seerobben oder einen Rochen erspähen. Und der letzte Teil des Programms: Wandern. Wie immer haben sich die Anstrengung und Schmerzen gelohnt. (Ich gehe jetzt mal lieber nicht ins Detail, aber lasst euch sagen, dass ich die fetten Blasen, die ich sonst habe, vorziehen würde…) Zwei Übernachtungen: zuerst unter Flies nahe einem eiskalten (dieses Detail kann ich euch nach einem “kurzen” Badeausflug verraten) Fluss und dann die nächste Nacht in einem coolen Rock Shelter. Ich würde mal sagen die größte Challenge war der 2. Tag mit seinen 10 Stunden laufen (mit meinen wunden Füßen am Ende). Alles in allem habe ich hier nicht nur viel erlebt, sondern auch gelernt: Von der Entstehung der Höhlen bis zum richtigen Umgang mit Kompass und Karte (hört sich selbsterklärender an, als es ist).

Anschließend habe ich noch ein paar Tage bei Sophie und ihrer Gastfamilie in Nelson verbracht. (Sophie ist auch mit Ayusa Intrax nach Neuseeland gereist, falls ihr mal auf ihrem Blog vorbei schauen möchtet: http://kiwiscovery.blogspot.co.nz/ ) Wir waren natürlich in der Stadt Nelson selbst (das Camp war logischer weise nicht mitten in der Großstadt, womit ich nun endlich auch einen Eindruck von der Stadt bekommen konnte), im “Centre of New Zealand”, dem Saturday Market, Schwimmen am Tahunanui Beach (hier wurde ich von einer giftigen Qualle gestochen) und dann für eine Nacht Campen in der Umgebung. Hier kann ich übrigens einen weiteren Punkt meiner Bucket List abhaken: “Unter dem Sternenhimmel schlafen”. Warum das Zelt benutzen, wenn man einen warmen Schlafsack hat? Der Campground war am Strand, was für uns dann baden, baden, baden hieß. Und schnorcheln. Und wer hätte es gedacht: Wir haben noch 5 weitere Orkas gesichtet als wir im Wasser waren. Dabei sind die hier gar nicht so verbreitet… Sophie und ihre Gastfamilie haben mich herzlich willkommen geheißen und ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich über meine Zeit mit ihnen bin.

Und nun bin ich wieder zurück in meinem Lieblingsstädtchen hier in New Zealand: Queenstown. Als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin habe ich realisiert, wie sehr ich doch die nun so vertrauten Berge, die einen hier umgeben, vermisst habe…

Also noch ein paar Tage die Sonne in Queenstown genießen und dann fängt auch schon das neue neuseeländische Schuljahr an. Das wird aufregend: neue Internationals und neue Schule. Habe ich schon erwähnt, dass die Wakatipu High School über die Ferien umgezogen ist? Nichts wird mehr so sein, wie es das letzte halbe Jahr war. Ich freue mich auf all das Neue: Neue Erfahrungen, die ich mir nicht einmal im Traum ausmalen kann, neue Freunde, einen neuen Alltag. Und hoffentlich werden diese mich so glücklich machen, wie ich im letzten halben Jahr war. Ihr werdet dann von mir hören, wie es so ist.

Bis bald!

Christmas & New Years Eve am anderen Ende der Welt

Liebe Blogleser,

hier bin ich wieder. Wie war eure Weihnachtszeit? Ich habe meine mit meiner Gastfamilie bei 25°C verbracht. Es kamen Verwandte meiner Gastmutter aus der Slowakei und wir waren in der Vorweihnachtszeit im Bazaar (ein exklusives Restaurant in Queenstown) essen. Am 24. sind wir dann mit der TSS Earnslaw (ein Steamboat) zum Walter Peak BBQ Lunch. Einfach himmlisch! Danach bin ich mit den Verwandten meiner Gastmutter im Shotover Jet gefahren, was ein grooßes Highlight für mich darstellte. Da hier Weihnachten erst wirklich am 25. Dezember gefeiert wird, warteten am 1. Weihnachtsfeiertag Secret Santa und ein geplantes Grillen, das wortwörtlich ins Wasser fiel, auf mich. Wir verbrachten Weihnachten gemütlich alle zusammen: spielten Jenga, versuchten uns an Rätseln, spielten mit meiner dreijährigen Gastschwester. Am 26. sind wir dann früh zum Campen aufgebrochen. Auf halbem Weg haben wir beim Kawarau Bungy Halt gemacht, sodass die Slowaken sich der Challenge, vom ältesten Bungee der Welt zu springen, stellen konnten. Das Camping, welches für 2 Nächte geplant war, entpuppte sich als wunderbare Erfahrung. Wir campten in der Nähe von Wanaka und hatten so viel Spaß! Am 2. Tag erklommen wir Roys Peak und waren Paddle Boarding. Ein weiterer Hammer Tag! Und dann hieß es schon am nächsten Morgen “Goodbye” zu der netten Verwandtschaft, welche nun ihre Reise in Neuseeland fortsetzte. An sich war meine Vorweihnachtszeit komisch: es fühlte sich nicht wie Weihnachten an, wenn man jeden Tag im See schwimmen und die Sonne genießen kann. Mir fehlten die Kerzen, Lebkuchen, der warme Tee, die Räuchermännchen und einfach die Stimmung, die in der Weihnachtszeit herrscht. Was hätte ich nicht für einen herkömmlichen Weihnachtsmarkt gegeben… Doch ich genoss den Sommer und versuchte sogar mit dem Backen von Plätzchen und Zimtsternen mit einer Freundin aus Bayern ein bisschen Tradition mit nach Neuseeland zu bringen.

Dann stand auch schon Silvester an. Ich war übrigens schon punkt genau 12 Stunden vor euch im Jahr 2018. New Years Eve ist in Queenstown einfach nur unglaublich. Nach einem Nachbarschaftsgrillen habe ich den Bus in die Stadt genommen, wo es nicht so rappelvoll wie erwartet, aber dennoch mehr als je zuvor (als ich in Queenstown war) los war. Es war unbeschreiblich. Ich konnte beobachten wie sich die Straßen füllten, eine Outdoor Disco entstand und Performances vorgeführt wurden. Es wurde voller und voller bis nur noch eine einzige Menschenmenge die Strandstraße einnahm. Die Feuerwerke bestaunte ich dann mit einer Freundin am Strand. Wir saßen in der ersten Reihe, direkt am Wasser, und konnten das spektakuläre Feuerwerk über dem Wasser bewundern.

Im neuen Jahr war ich dann für ein paar Tage bei einer guten Freundin, die nach Invercargill gezogen ist, und habe dort nicht nur eine wunderbare Familie kennengelernt, sondern konnte auch so einiges über die brasilianische Kultur lernen. Es war fantastisch!

Frohes Neues!

Saskia

My school trip to Dunedin and the Hump Ridge Track

Den Rest der Woche vom Marae Trip waren wir bei der Bobs Cove (natürlich schwimmen :)) und dann haben wir an dem International Magazine gearbeited – und es fertiggestellt, yeah! Das Wetter ist nun endlich wirklich sommerlich – und bleibt hoffentlich diesmal auch so. Also verbringen wir viel Zeit an verschiedenen Stränden, gehen schwimmen und versuchen uns an der Slackline. Tolle letzte Tage mit meiner Truppe.

Die darauffolgende Woche ging es dann mit der Schule nach Dunedin. Dunedin und die Umgebung ist unglaublich. Wir waren in einem kleinen Kreativ-Städtchen namens Oamaru und besuchten ein Steampunk “Museum” – einfach verrückt. Wir sahen die Moeraki Boulders. Wir bestaunten Pinguine und Seerobben, waren spazieren, hatten eine verrückte Tour im Orokonui Ecosanctuary und ich war das erste Mal in meinem Leben surfen – okay… sagen wir ich hatte Surf Unterricht. Der Part mit “auf dem Surfboard stehen bleiben” hat bei mir noch nicht ganz so geklappt… Übrigens haben wir beim Surfen nicht nur Quallen gesehen, sondern auch einen Seelöwen gesichtet (leider habe ich ihn nicht gesehen) und ein Baby-Hai-Skelett am Strand gefunden. Und ja, wir waren natürlich auch schwimmen. In Dunedin selbst hatten wir Freizeit, waren am berühmten Bahnhof, liefen (und manche rannten) die steilste Straße der Welt hoch und waren am St Clair Beach.

Dunedin war die erste Großstadt die ich seitdem ich in Queenstown ankam besuchte und für mich, als Stadtkind fühlte es sich an, als ob ich zurück in der Realität gelandet wäre. Selbst wenn ich nie zuvor in Dunedin gewesen bin, fühlte sich diese Umgebung so vertraut an. Queenstown ist ein Kleinstädtchen, das extrem viel bietet, da es von Touristen überrannt wird und hier in Queenstown läuft vieles durch die Umstände, dass du ein vielfaches mehr Touristen als Einwohner findest nach anderen “Regeln”. Hier gibt es kein “normal”. Und mein Trip zurück in die Normalität hat mir das erst so richtig vor Augen geführt. Doch ganz ehrlich: Ich bin froh, dass ich hier, in diesem verrückten Städtchen gelandet bin. Denn ich habe mich für eine Erfahrung wie diese entschieden, gerade weil ich etwas anderes, neues von der Welt sehen möchte. Ich möchte all diese verschiedenen Kulturen kennen und zu verstehen lernen und ich möchte all diese teilweise absurden Erfahrungen machen.

Letzte Woche war es dann nun soweit: der Hump Ridge Track. 3 Tage. 62 km. Ein schwerer Rucksack voll mit Kleidung, Essen, Kosmetika (damit meine ich natürlich keine Schminke, sondern Zahnbürste, Deo, etc.). Ich habe euch schon erzählt, dass ich hier mit dem Wandern manchmal an meine Grenzen gehe, richtig? Tja, so auch diesmal. Etwa 9 Stunden sind wir pro Tag durch den Regenwald gelaufen. Und dann auch mal ein paar Abschnitte am Strand. Mit der prallen Sonne über uns und Sandflies (Fliegen, die aber wie Mücken dein Blut saugen) als neue “Freunde”. Und trotzdem war es unglaublich! Am ersten Tag ging es nach einem flachen Stückchen bergauf. Oben angekommen haben wir dann in der Okaka Lodge übernachtet und auch noch einen kleinen Loop Track erkundet, welcher am ersten Tag so im Nebel versunken war, dass wir ihn zu “Walkway to Heaven” tauften und am zweiten Tag wunderbare Ausblicke bietete. Dann ging es am 2. Tag bergab und letztendlich flach zur Port Craig Lodge. Hier war mal Jahre zuvor ein Dorf gewesen, welches allerdings aus Umsatzgründen dicht gemacht wurde, weshalb nun nur noch Ruinen zu finden sind. (Fun Fact: Übrigens ist hier ein Geo Catching Point). Die Hütte lag nahe dem Stand und wir sind dann im kalten Ozean schwimmen gegangen. Dort sind dann etwa 10 Meter von uns entfernt Hector´s Dolphins geschwommen. Traumhaft! Allerdings waren hier (bei der Port Craig Lodge) auch die meisten Sandflies zu finden und wir waren für sie eine willkommene Mahlzeit – yeeey! Am 3. Tag sind wir dann früh aufgestanden um den Sonnenaufgang zu bestaunen und dann ging es auch schon mit fetten Blasen an den Füßen und schmerzendem Rücken los, um die letzten 20 km bis zum Parkplatz zu bestreiten. Echt fertig war ich dann nach einer langen Busfahrt um 8:30 pm zuhause, wo eine langersehnte, warme Dusche auf mich wartete.

Jetzt haben hier offiziell die Ferien begonnen. Morgen geht es mit der Gruppe auf einen letzten Ausflug: nach Wanaka. Und dann fliegen auch die Anderen, einer nach dem anderen, nach Hause.

Bis bald!

Ein kleines Upgrade

Viel passiert hier und viel habe ich auch in den letzten Wochen erlebt.

Ein absolutes Highlight war ein so außergewöhnliches Erlebnis, dass man es nicht mal auf meiner Bucket List finden konnte: Snow Shelving, Snow Caving oder wie auch immer ihr es nennen möchtet. Für alle, die mit diesen Begriffen jetzt so nichts anfangen können: Wir haben Snow Shelters bzw. Snow Caves (Iglu ähnlich) auf dem Remarkables (ein Berg hier, der beliebt fürs Ski fahren ist) gebaut und darin dann übernachtet. Einfach unglaublich! Etwas, wozu ich wohl nie wieder die Chance bekommen werde… Das Ganze lief über die Schule als Projekt des Faches “Outdoor Education”. Und während wir beim Bau des Shelters an diesem warmen Tag nur in Shirt und Leggins inmitten des Schnees ins Schwitzen kamen, war es in der Nacht eiskalt. 3 Paare ultra dicke Socken und trotzdem konnte ich aufgrund meiner kalten Füße nicht schlafen. Könnte aber auch daran liegen, dass wir eine Luftmatratze anstelle einer Yogamatte als Schlafmatte gewählt haben und dabei ein einfaches physikalisches Gesetz übersehen haben: Selbst wenn man mit der Luftmatratze weiter vom kalten Boden entfernt ist, nimmt die Luft in der Matratze die Temperatur der Untergrunds an und ist somit überhaupt nicht isolierend… Da sieht man mal, wozu Physik alles gut ist!

Snow Caving

Dann hatten wir zwei Wochen Ferien, die ich hier in Queenstown verbracht habe: Zuerst hauptsächlich mit meiner lieben Gastschwester, die jetzt leider wieder bei euch um die Ecke in Italien hockt und dann natürlich mit allen anderen Freunden, die nicht gerade auf einer Tour waren. Aber uns wurde hier in Queenstown nicht langweilig. Mit verrückten “Walks”, Minigolf, der Skyline, tollen Restaurants und anderen wunderbaren Aktivitäten waren dann auch die Ferien schneller um als erwünscht…

Fun with my friends

Nach den Ferien hatten wir noch ein paar Wochen Schule und jetzt, wo die Kiwis “Exams” schreiben, erkunden wir Internationals die Südinsel mit von der Schule organisierten Trips. Letzte Woche hatten wir das Mount Cook Camp, welches sich schnell als Back Packer Aufenthalt entpuppte, da am zweiten Tag unsere Zelte halb wegflogen. Diese Tage verbrachten wir dann mit Wandern, den Hot Pools und einem “Glacier Jet Boat Ride”. Gestern und heute waren wir am südlichen Zipfel Neuseelands (Riverton, in der Nähe von Invercargill) für einen Marae Trip (traditionelles Maori Erlebnis). Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich noch einmal so gute Einblicke in die Kultur der Ureinwohner hier bekomme. “It was amazing!” Viel Tradition und auch die ein oder andere gute Lehre. Und als kleines Extra: Ich war nun endlich im pazifischen Ozean schwimmen :). Neben den Trips von der Schule organisieren wir mit Freunden auch andere tolle “Adventures”. So zum Beispiel den ZipTrek bei der Skyline mit der steilsten Seilbahn der Welt oder Canyoning (Seilbahn, Klettern, Abseilen, Rutschen und Springen: einen “Canyon” entlang)

Das wars dann erstmal von mir. Bis bald!

Mein Dauerhoch

Okay. Hier bin ich mal wieder. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Es ist so viel passiert, dass ich bisher leider nicht die Zeit gefunden habe, euch etwas zu schreiben… Aber umso mehr kann ich euch nun berichten:

In der Schule habe ich mich gut eingelebt: Die so anderen Prinzipien des Schulsystems verstanden, viele Leute kennen gelernt und neue Freunde fürs Leben getroffen. Auch mit meiner Gastfamilie habe ich echt Glück. Ich verstehe mich super mit meinen Gasteltern und es wird nie langweilig mit meiner kleinen Kiwi-Gastschwester und der anderen, italienischen Gastschülerin, die nicht nur eine Gastschwester ist, sondern auch zu einer guten Freundin geworden ist.

Die Natur ist hier so ausgeprägt, dass es langsam selbstverständlich wird, inmitten einer „Wunderwelt“ zu wohnen. Und doch findet man sich bei jedem einzelnen Tramp in einer neuen unglaublichen Umgebung wieder. Wir wandern hier viel aufgrund des Faches Outdoor Education. Und vielleicht wird mich jetzt der eine oder andere bemitleiden… ich meine, wandern? Ist das nicht, was jedes Kind hasst? Ich liebe es hier. Wie jeder hier. Mit den besten Freunden einfach nur zu laufen, wunderbare Orte zu entdecken, den Augen nicht mehr zu trauen… Über Bäche springen, an Wasserfällen vorbei, lange Hängebrücken überqueren und durch den Schnee stapfen, wobei man nicht nur einmal bis zu den Knien einsinkt… Und dann über Nacht mit Freunden in der Hütte Karten spielen, Rätsel in der großen Runde lösen und Werwolf spielen… Ich möchte keinen dieser Momente missen!

Aber es ist nicht nur die Natur. Hier in Queenstown trifft man so viele Leute von überall auf der Welt – aus Italien, Chile, Belgien, Brasilien, Südafrika, Japan, Vietnam, den USA und natürlich auch aus Deutschland – mit denen ich übrigens nur auf Englisch rede, auch wenn wir alleine sind.

Ich mag meine „Clique“ so sehr und vermisse sie jetzt schon, da sie alle in einem halben Jahr gehen… Aber ich bin sicher, ich lerne hier noch so viele andere wunderbare Menschen kennen…

Natürlich bin ich hier nicht nur wandern: Ich habe Städte, wie Wanaka oder Invercargill besucht, Water Piek bestaunt, war in der Skyline und bin Luge gefahren, erlebte die Eröffnung der Winter Games auf Cornet Piek, war im Haunted House… und sooo viel mehr!  Aber auch ein einfacher Tag in der Stadt oder ein kleiner Spaziergang in Lake Hayes mit Freunden beherbergten wunderbare Momente… Davon gibt es übrigens momentan ganz viele da wir mit “Steptember” uns selbst für einen guten Zweck einen Monat lang zu 10000 Schritten am Tag motivieren, was zwar durchaus machbar ist aber manchmal noch einen kleinen Spaziergang erfordert. 🙂

Ich schrieb, noch bevor alles begann, von Hoch und Tiefs – Ups and Downs- und mein momentaner Status dazu ist: Die Downs können warten! Ich genieße jetzt erst mal das Dauerhoch!

In diesem Sinne: Man sieht sich. Ich hoffe, ich komme nächstes mal eher zum Schreiben.

PS: Ich möchte mich herzlichst für die lieben Kommentare, die ich bekommen habe, bedanken! Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern, um einen Eindruck zu bekommen.

Routburn Track

Sunset at Lake Wakatipu

First week

Die Zeit rennt. Jetzt bin ich schon über eine Woche hier. Und obwohl diese Woche so schnell verging, ist in diesen paar Tagen extrem viel passiert.

Die ersten Tage verbrachte ich bei einer Übergangsfamilie. Es waren tolle, spannende Tage und ich hatte viel zu entdecken. Trotzdem war ich froh, als ich dann am Montag endlich „wirklich“ angekommen bin. Doch der Montag war in vieler Hinsicht ein Neustart. Ich lernte nicht nur meine Gastfamilie kennen, ich war auch das erste Mal in der Schule: der Wakatipu High School.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie aufgeregt ich also am Montagmorgen war.

In der Schule wurden wir dann mit Informationen zugeschüttet. Die ersten zwei Tage wurde viel organisiert: die Schuluniform, der Stundenplan, der Schülerausweis, unsere Accounts für die Onlinenetzwerke… Am dritten Schultag begann dann der wirkliche Unterricht. Ich habe die Fächer English Visual & Creative, Mathematics, Art, Hard Materials Technology, Maori und Outdoor Education gewählt.

Ich wurde in dieser Woche mit neuen Eindrücken überschüttet. Und ich bin mir sehr sicher, dass Queenstown die richtige Entscheidung war. Die Natur ist atemberaubend. Manchmal hat man das Gefühl, der Ausblick wäre gemalt. Überall –und ich meine WIRKLICH überall- um einen herum sind Berge. Und bei solch einer Stadt wie Queenstown wird mir auch nicht langweilig werden. Denn wenn man mal genug von Wandern und Natur bestaunen hat, gibt es immer noch ein tolles Stadtzentrum mit zahlreichen Möglichkeiten. Ich bin total überwältigt!

Also, viele Grüße vom “schönsten Ende der Welt” 

Haere Mai – Welcome to New Zealand!

Nach einem langen Flug mit sehr kurzer Umsteigezeit (weil mein erster Flug -wegen “technischer Probleme“- schon eine Stunde zu spät startete und auch der zweite aufgrund des schlechten Wetters mit “etwas“ Verspätung los flog) habe ich es doch noch, wieder erwarten, rechtzeitig nach Queenstown geschafft.

Am Flughafen hat mich meine Host Mum der Welcome Family erwartet und nun ist endlich Zeit für ein bisschen Ruhe. Also: See you!

Es geht los!

Eigentlich wollte ich schon gestern einen Beitrag hoch laden. Aber beim Packen fand sich -was für eine Überraschung- keine Zeit. Also schreibe ich jetzt. Mein Flug von Tegel nach Doha geht um 18:10 Uhr, von Doha geht es dann weiter nach Auckland und von da nach Queenstown. Am Donnerstag morgen werde ich dann von meiner Welcome Family willkommen geheißen. Ich habe jetzt nicht mehr viel Zeit. Also bis dann!

Queenstown

Ich komme nach –Trommelwirbel bitte – Queenstown. Die Stadt mit rund 12.000 Einwohnern liegt auf der Südinsel am Wakatipu Lake. Obwohl Queenstown ziemlich klein ist, ist die Stadt sehr bekannt für ihre Möglichkeiten im Outdoor-Sport. Somit ist es auch eine Stadt, die von zahlreichen Touristen heimgesucht wird. Die Berge ermöglichen das Ski fahren und der riesige See sowie andere Gewässer diversen Wassersport. Man kann wandern, klettern, campen,… Und für alle Adrenalin-Junkies: Queenstown ist die Wiege des Bungee-Jumping. Keine Sorge, ich darf (und will!!) nicht springen.

Meine Schule wird die „Wakatipu High School“ sein. Sie ist nach dem Lake Wakatipu benannt, an dessen Ufer Queenstown liegt. Mit circa 700 Schülern ist es eine recht kleine Schule, was aber nicht heißen soll, dass es eine nur geringe Fächerwahl geben wird.

Neuseeland allgemein

Wer von euch „Der Hobbit“ oder „Herr der Ringe“ gesehen hat, bekam ja schon einen kleinen Einblick in dieses magische Land. Aber wie kommt es zu dieser speziellen Natur?

Neuseeland ist durch den Ozean von all den anderen Landflächen abgeschottet und hat sich deshalb unabhängig entwickelt. So gab es auf Neuseeland zum Beispiel keine Säugetiere, wodurch der Kiwi (das Nationaltier Neuseelands) keine natürlichen Fressfeinde hatte und somit keine Flügel, wie jeder andere Vogel, entwickelte. So geschah es auch mit der restlichen Natur. Kein Landlebewesen konnte den Ozean überqueren. Dann kamen per Schiff irgendwann die Polynesier, die Vorfahren der Maori. Sie waren die ersten Menschen auf Neuseeland, kamen schon lange bevor die Inseln von den Europäern entdeckt wurden. Die Kultur der Maori spielt übrigens auch heute noch eine wichtige Rolle in Neuseeland. So sind zum Beispiel die Landessprachen Englisch, Maori und neuseeländische Gebärdensprache (-> übrigens ist Neuseeland das einzige Land mit einer Gebärdensprache als Nationalsprache, weltweit <-). Auch der Haka (Kriegstanz der Maori) ist in Neuseeland weit verbreitet. Dass in Neuseeland zehnmal mehr Schafe als Menschen leben, ist übrigens auch erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es diese eigentlich gar nicht auf diesen Inseln geben dürfte. Auch interessant ist, dass Neuseeland das erste Land war, welches auch Frauen ein Wahlrecht zugestand.