Mein Dauerhoch

Okay. Hier bin ich mal wieder. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Es ist so viel passiert, dass ich bisher leider nicht die Zeit gefunden habe, euch etwas zu schreiben… Aber umso mehr kann ich euch nun berichten:

In der Schule habe ich mich gut eingelebt: Die so anderen Prinzipien des Schulsystems verstanden, viele Leute kennen gelernt und neue Freunde fürs Leben getroffen. Auch mit meiner Gastfamilie habe ich echt Glück. Ich verstehe mich super mit meinen Gasteltern und es wird nie langweilig mit meiner kleinen Kiwi-Gastschwester und der anderen, italienischen Gastschülerin, die nicht nur eine Gastschwester ist, sondern auch zu einer guten Freundin geworden ist.

Die Natur ist hier so ausgeprägt, dass es langsam selbstverständlich wird, inmitten einer „Wunderwelt“ zu wohnen. Und doch findet man sich bei jedem einzelnen Tramp in einer neuen unglaublichen Umgebung wieder. Wir wandern hier viel aufgrund des Faches Outdoor Education. Und vielleicht wird mich jetzt der eine oder andere bemitleiden… ich meine, wandern? Ist das nicht, was jedes Kind hasst? Ich liebe es hier. Wie jeder hier. Mit den besten Freunden einfach nur zu laufen, wunderbare Orte zu entdecken, den Augen nicht mehr zu trauen… Über Bäche springen, an Wasserfällen vorbei, lange Hängebrücken überqueren und durch den Schnee stapfen, wobei man nicht nur einmal bis zu den Knien einsinkt… Und dann über Nacht mit Freunden in der Hütte Karten spielen, Rätsel in der großen Runde lösen und Werwolf spielen… Ich möchte keinen dieser Momente missen!

Aber es ist nicht nur die Natur. Hier in Queenstown trifft man so viele Leute von überall auf der Welt – aus Italien, Chile, Belgien, Brasilien, Südafrika, Japan, Vietnam, den USA und natürlich auch aus Deutschland – mit denen ich übrigens nur auf Englisch rede, auch wenn wir alleine sind.

Ich mag meine „Clique“ so sehr und vermisse sie jetzt schon, da sie alle in einem halben Jahr gehen… Aber ich bin sicher, ich lerne hier noch so viele andere wunderbare Menschen kennen…

Natürlich bin ich hier nicht nur wandern: Ich habe Städte, wie Wanaka oder Invercargill besucht, Water Piek bestaunt, war in der Skyline und bin Luge gefahren, erlebte die Eröffnung der Winter Games auf Cornet Piek, war im Haunted House… und sooo viel mehr!  Aber auch ein einfacher Tag in der Stadt oder ein kleiner Spaziergang in Lake Hayes mit Freunden beherbergten wunderbare Momente… Davon gibt es übrigens momentan ganz viele da wir mit „Steptember“ uns selbst für einen guten Zweck einen Monat lang zu 10000 Schritten am Tag motivieren, was zwar durchaus machbar ist aber manchmal noch einen kleinen Spaziergang erfordert. 🙂

Ich schrieb, noch bevor alles begann, von Hoch und Tiefs – Ups and Downs- und mein momentaner Status dazu ist: Die Downs können warten! Ich genieße jetzt erst mal das Dauerhoch!

In diesem Sinne: Man sieht sich. Ich hoffe, ich komme nächstes mal eher zum Schreiben.

PS: Ich möchte mich herzlichst für die lieben Kommentare, die ich bekommen habe, bedanken! Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern, um einen Eindruck zu bekommen.

Routburn Track

Sunset at Lake Wakatipu

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