Welcome to New Zealand!

Nach einem langen Flug mit sehr kurzer Umsteigezeit (weil mein erster Flug -wegen “technischer Probleme“- schon eine Stunde zu spät startete und auch der zweite aufgrund des schlechten Wetters mit “etwas“ Verspätung los flog) habe ich es doch noch, wieder erwarten, rechtzeitig nach Queenstown geschafft.

Am Flughafen hat mich meine Host Mum der Welcome Family erwartet und nun ist endlich Zeit für ein bisschen Ruhe. Also: See you!

Es geht los!

Eigentlich wollte ich schon gestern einen Beitrag hoch laden. Aber beim Packen fand sich -was für eine Überraschung- keine Zeit. Also schreibe ich jetzt. Mein Flug von Tegel nach Doha geht um 18:10 Uhr, von Doha geht es dann weiter nach Auckland und von da nach Queenstown. Am Donnerstag morgen werde ich dann von meiner Welcome Family willkommen geheißen. Ich habe jetzt nicht mehr viel Zeit. Also bis dann!

Queenstown

Ich komme nach –Trommelwirbel bitte – Queenstown. Die Stadt mit rund 12.000 Einwohnern liegt auf der Südinsel am Wakatipu Lake. Obwohl Queenstown ziemlich klein ist, ist die Stadt sehr bekannt für ihre Möglichkeiten im Outdoor-Sport. Somit ist es auch eine Stadt, die von zahlreichen Touristen heimgesucht wird. Die Berge ermöglichen das Ski fahren und der riesige See sowie andere Gewässer diversen Wassersport. Man kann wandern, klettern, campen,… Und für alle Adrenalin-Junkies: Queenstown ist die Wiege des Bungee-Jumping. Keine Sorge, ich darf (und will!!) nicht springen.

Meine Schule wird die „Wakatipu High School“ sein. Sie ist nach dem Lake Wakatipu benannt, an dessen Ufer Queenstown liegt. Mit circa 700 Schülern ist es eine recht kleine Schule, was aber nicht heißen soll, dass es eine nur geringe Fächerwahl geben wird.

Neuseeland allgemein

Wer von euch „Der Hobbit“ oder „Herr der Ringe“ gesehen hat, bekam ja schon einen kleinen Einblick in dieses magische Land. Aber wie kommt es zu dieser speziellen Natur?

Neuseeland ist durch den Ozean von all den anderen Landflächen abgeschottet und hat sich deshalb unabhängig entwickelt. So gab es auf Neuseeland zum Beispiel keine Säugetiere, wodurch der Kiwi (das Nationaltier Neuseelands) keine natürlichen Fressfeinde hatte und somit keine Flügel, wie jeder andere Vogel, entwickelte. So geschah es auch mit der restlichen Natur. Kein Landlebewesen konnte den Ozean überqueren. Dann kamen per Schiff irgendwann die Polynesier, die Vorfahren der Maori. Sie waren die ersten Menschen auf Neuseeland, kamen schon lange bevor die Inseln von den Europäern entdeckt wurden. Die Kultur der Maori spielt übrigens auch heute noch eine wichtige Rolle in Neuseeland. So sind zum Beispiel die Landessprachen Englisch, Maori und neuseeländische Gebärdensprache (-> übrigens ist Neuseeland das einzige Land mit einer Gebärdensprache als Nationalsprache, weltweit <-). Auch der Haka (Kriegstanz der Maori) ist in Neuseeland weit verbreitet. Dass in Neuseeland zehnmal mehr Schafe als Menschen leben, ist übrigens auch erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es diese eigentlich gar nicht auf diesen Inseln geben dürfte. Auch interessant ist, dass Neuseeland das erste Land war, welches auch Frauen ein Wahlrecht zugestand.

Warum Neuseeland?

Wenn ich Bekannten von dem geplanten Jahr in Neuseeland erzähle, gibt es für gewöhnlich zwei Arten von Reaktionen: Ich wurde von vielen Personen gefragt, ob in meinem Koffer noch Platz für einen blinden Passagier sei. Leider musste ich sie mit einer Postkarte vertrösten und auch sonst habe ich schon zig Leuten Postkarten versprochen. (Ich sehe schon vor mir, wie ich nur am Schreiben bin und extrem viele NZD für Briefmarken ausgeben werde.) Aber, und nun kommen wir zur gegensätzlichen Reaktion, wurde ich auch oft gefragt…

„Wie kommst du denn auf Neuseeland?“

… Und deshalb möchte ich euch hier meine ach so bedeutsamen Beweggründe präsentieren:

Ich denke, es ist am einfachsten, von vorne anzufangen. Vor drei Jahren: Die erste Austauschmesse, die ich besuchte. Als ich hin ging, stand für mich fest, dass ich in die USA möchte. Als ich wiederkam konnte ich das nicht mehr behaupten. Dass mein Zielort Neuseeland ist, habe ich somit wohl den Standbetreuungen einiger Organisationen zu verdanken. Denn immer wenn ich mit jemandem redete, der sein Auslandsjahr in Neuseeland gemacht hatte, kam mir so eine Lebensfreude und Begeisterung entgegen, dass ich mich auch bei anderen Ständen bewusst nach dem Land der Kiwis umhörte. Und ich hörte nur Positives: von Aufgeschlossenheit, Toleranz, spannender Kultur. Ich bin sicher, dass diese Werte auch auf viele andere Länder zutreffen. Aber auf mein jüngeres Ich hat das Eindruck gemacht. Also habe ich mich auch nach der Messe mehr mit Neuseeland beschäftigt, auf neuen Messen nach Neuseeland gefragt. Habe die Natur, die Kultur und so viel mehr bewundert. Meine Schwärmerei für Neuseeland hat sich durch die „Recherche“ nur verstärkt. Und für mich stand fest: DA will ich hin!!!

Ra pai! (Guten Tag!)

Wie auch immer du auf diese Seite gestoßen bist, du bist herzlichst eingeladen, mich bei der aufregendsten Zeit meines Lebens zu begleiten.

Aber erst einmal sollte ich mich wohl vorstellen:

Mein Name ist Saskia. Ich habe nun die Mittlere Reife abgeschlossen und werde, bevor ich weiter die Schulbank drücke, erst einmal ein Jahr am anderen Ende der Welt verbringen: Neuseeland. Den Traum, ein Auslandsjahr zu machen, verfolge ich schon seit 3 Jahren. Ich besuchte Messen, informierte mich ausführlich und ehe ich mich versah, waren die drei Jahre rum. Damals war es nur ein Gedanke, eine Möglichkeit. Ich weiß nicht, wann ich den Entschluss gefasst habe, das hier durchzuziehen. Aber an dem Punkt, wo ich die Formulare unterschrieben habe und die Frage kam „Möchtest du das wirklich tun?“, kam meine Antwort überraschend schnell. Denn ich wusste, würde ich es nicht tun, würde ich es ewig bereuen.

Ja, ich weiß, dass es nicht leicht wird. Und ich möchte auch, dass ihr das wisst: Ein Auslandsjahr besteht nicht nur aus neuen Erfahrungen, Spaß und tollen Erlebnissen. So wie es Hochs gibt, werden mich auch Tiefs erwarten. Heimweh, Kulturschock, … . Dieses Schuljahr wird eine Achterbahnfahrt. Und ich hoffe, dass auch die schweren Erfahrungen mir helfen werden, über mich hinaus zu wachsen.